Nachhaltige Studentenausweise sind RFID-Campuskarten, deren Kartenkörper aus recyceltem PVC, pflanzenbasiertem Plattenmaterial oder Holz statt aus Neukunststoff besteht. Der Chip im Inneren bleibt gleich, die Karte öffnet also weiterhin Türen und dient wie bisher zur Ausleihe in der Bibliothek und zum Bezahlen in der Mensa.
PrintPlast ist eine Materialpartnerschaft mit CampusRFID eingegangen, einem Spezialisten für RFID-Studentenausweise und Campuskarten für Universitäten, Hochschulen und Schulen. Die nachhaltigen Materialien, die wir für Hotelschlüsselkarten einsetzen, stehen jetzt auch Campuskartenprogrammen zur Verfügung. CampusRFID konzipiert jede Karte passend zu den Lesegeräten, Daten und dem Ausgabeprozess der jeweiligen Einrichtung. PrintPlast bringt seine Erfahrung damit ein, wie sich diese Materialien bedrucken lassen, wie sie sich im Gebrauch abnutzen und wie man sie dokumentieren sollte.
Studentenausweise werden an jeden neuen Jahrgang ausgegeben. Bild: CampusRFID.
Warum Universitäten auf nachhaltige Studentenausweise umsteigen
Eine Campuskarte gehört zu den wenigen Dingen, die alle Studierenden und Beschäftigten täglich bei sich tragen. Universitäten geben jedem neuen Jahrgang eine Karte aus, dazu kommt das ganze Jahr über Ersatz für verlorene und beschädigte Karten. Über einige Jahrgänge hinweg gibt selbst eine mittelgroße Einrichtung Tausende Karten aus, und die meisten davon bestehen noch aus Neu-PVC.
- Nachhaltigkeitsziele wirken bis in die Beschaffung hinein. Viele Universitäten haben heute Green Offices, Klimaschutzkonzepte und Richtlinien für eine nachhaltige Beschaffung, und in Ausschreibungen für Karten wird immer häufiger gefragt, woraus die Karte besteht.
- Studierende nehmen es wahr. Der Studentenausweis ist ein sichtbares Symbol der Einrichtung. Eine Karte aus Recyclingmaterial oder pflanzenbasiertem Material zeigt einfach und greifbar, dass Nachhaltigkeitsversprechen bis in alltägliche Details reichen.
- Der Umstieg ist risikoarm. Kartenformat und Chip ändern sich nicht. Lesegeräte, Kartendrucker und Kartenmanagement-Software können daher bleiben, sobald das neue Material getestet ist.
Hotels haben denselben Schritt bei ihren Zimmerschlüsseln vollzogen. Beide nutzen das CR80-Kartenformat aus unserem Leitfaden zur Größe von Hotelschlüsselkarten, deshalb lassen sich die Erfahrungen mit nachhaltigen Schlüsselkarten auf Studentenausweise übertragen.
Campuskarten aus Recycling-PVC, biobasiertem Material oder Holz im Vergleich
| Recycling-PVC | Biobasierte Platte | Holz | |
|---|---|---|---|
| Kartenkörper | PVC mit Recyclinganteil | Faserplatte aus pflanzlichen Rohstoffen | FSC-zertifiziertes Holz |
| Optik und Haptik | Wie ein Standard-Studentenausweis | Matt, leicht, natürlich | Natürliche Maserung, hochwertig |
| Druck von Lichtbildausweisen | Wie bei Standard-PVC | Möglich; auf Ihrem Kartendrucker testen | Eher für Gravur als für Lichtbildausweise geeignet |
| Haltbarkeit über die Studiendauer | So robust wie Standard-PVC | Gut; Laminierung für intensive Nutzung abklären | Steif; Beschichtung empfohlen |
| Entsorgung | Recycelbar, wo es PVC-Recyclingwege gibt | Kompostierbarer Kartenkörper; Inlay separat | Holzkörper biologisch abbaubar; Inlay separat |
| Preis im Vergleich zu Standard-PVC | Nahezu gleich | Moderater Aufpreis | Premiumpreis |
| Ideal für | Regulärer Studentenausweis | Nachhaltig positionierte Hochschulen, Besucher- und Veranstaltungskarten | Karten für Beschäftigte, Alumni und Sondereditionen |
Studentenausweise aus Recycling-PVC
Recycling-PVC ist der einfachste Umstieg für den regulären Studentenausweis. Fotos, Barcodes und Sicherheitsmerkmale lassen sich wie bei einer Standardkarte drucken, und die Karte hält ein ganzes Studium lang. Die Aussage dazu sollte konkret sein: wie hoch der Recyclinganteil ist und in welchen Schichten er steckt. Mehr dazu in unserem Leitfaden zu Karten aus recyceltem PVC.
Biobasierte Campuskarten
Ein pflanzenbasierter Kartenkörper passt zu Einrichtungen, die ganz von PVC wegkommen möchten, ähnlich wie unsere PPH BioBoard-Schlüsselkarten. Er eignet sich sehr gut für Besucher-, Konferenz- und Veranstaltungskarten und, nach bestandenem Druck- und Haltbarkeitstest, auch für den regulären Studentenausweis.
Ausweise aus Holz
Aus Holz entstehen besondere Karten für Beschäftigte, Alumni oder Ehrenmitglieder, mit lasergraviertem Logo und Namen. Derselbe Ansatz funktioniert bei Schlüsselkarten aus Holz in Hotels. Für vollfarbige Lichtbildausweise in hohen Stückzahlen sind Recycling-PVC oder biobasierte Platten meist die bessere Wahl.
Einen ausführlicheren Blick auf dieselben Materialien bietet unser Vergleich von Holz, BioBoard und Recycling-PVC.
Eine Campuskarte vereint oft Ausweis, Zutritt, Bibliothek und Bezahlen. Bild: CampusRFID.
Funktionieren nachhaltige Studentenausweise mit unseren Campus-Systemen?
Ja, wenn der Chip für Ihre Lesegeräte spezifiziert ist. Der Kartenkörper hat keinen Einfluss auf die Elektronik:
- Zutrittskontrolle und bargeldloses Bezahlen laufen über kontaktlose Chips mit 13,56 MHz (ISO/IEC 14443), mit AES-128-Verschlüsselung, wo das System sie benötigt.
- Selbstverbuchung in der Bibliothek nutzt Lesegeräte mit 13,56 MHz, die mit derselben Karte funktionieren.
- Ältere Proximity-Lesegeräte mit 125 kHz lassen sich während einer Migration mit einer Dual-Frequenz-Karte abdecken, sodass eine Karte an alten und neuen Lesegeräten funktioniert.
- Magnetstreifen und Barcode können ergänzt werden, wo Altsysteme sie noch benötigen.
- Mobile Zutrittsberechtigungen auf den Smartphones der Studierenden funktionieren parallel zur physischen Karte; sie werden von der Campuskarten-Plattform bereitgestellt, nicht von der Karte.
Was sich ändert, sind die physischen Eigenschaften: Dicke, Oberfläche und die Leistung der Antenne in der fertigen Karte. Deshalb wird jeder Kartenaufbau vor der Serienfertigung an einem Muster mit den Lesegeräten der Einrichtung geprüft.
Jeder Kartenaufbau wird vor der Serienfertigung geprüft und mit Lesegeräten getestet. Bild: CampusRFID.
So gelingt der Umstieg auf nachhaltige Studentenausweise
- Lesegeräte und Anwendungen erfassen. Türzutritt, Bibliothek, Bezahlen, Drucken und Anwesenheitserfassung, jeweils mit dem Chip, den sie heute lesen.
- Material je Kartentyp wählen. Zum Beispiel Recycling-PVC für Studierende, biobasierte Platten für Besucher und Holz für Beschäftigte oder Alumni.
- Kartendrucker testen. Wenn Ihre Ausweisstelle Lichtbildausweise selbst druckt, testen Sie das neue Material vor der Bestellung auf diesem Drucker.
- Nachweise anfordern. Recyclinganteil, Zusammensetzungserklärung oder FSC-Produktkettenzertifikat, je nach Material.
- Muster freigeben. Testen Sie das codierte Muster an echten Lesegeräten auf dem gesamten Campus.
- Einführung planen. Beginnen Sie mit dem nächsten Jahrgang und ersetzen Sie vorhandene Karten, sobald sie ablaufen, statt alle auf einmal neu auszugeben.
Der Campuskarten-Konfigurator macht aus diesen Entscheidungen ein strukturiertes Briefing: Kartenmaterial, Sicherheitsstufe, Lichtbild und Druckelemente.
Nachhaltigkeitsaussagen, die einer Prüfung standhalten
Bleiben Sie bei konkreten Aussagen. „Kartenkörper aus recyceltem PVC“ oder „Kartenkörper aus FSC-zertifiziertem Holz“ lässt sich mit Dokumenten belegen. „100 % biologisch abbaubarer Studentenausweis“ meist nicht, denn jede RFID-Karte enthält auch einen Chip, eine Metallantenne und Klebeschichten. Eine klare Formulierung schützt die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Universität und beugt Greenwashing-Vorwürfen vor.
Häufig gestellte Fragen
Funktionieren nachhaltige Studentenausweise mit vorhandenen Campus-Lesegeräten?
Ja. Der Chip wird passend zu Ihren Lesegeräten gewählt, und der Kartenkörper ändert nichts an der Kommunikation. Jeder neue Kartenaufbau sollte vor der Serienbestellung dennoch an Ihren Lesegeräten getestet werden.
Können wir Lichtbildausweise auf Karten aus Recycling-PVC oder biobasiertem Material drucken?
Recycling-PVC lässt sich wie Standard-PVC bedrucken. Biobasierte Karten können ein Lichtbild tragen, sollten aber im Drucker Ihrer Ausweisstelle getestet werden. Holzkarten eignen sich besser für gravierte Karten für Beschäftigte oder Alumni.
Sind nachhaltige Campuskarten teurer?
Recycling-PVC liegt nahe am Preis von Standard-PVC. Biobasierte Platten sind mit einem moderaten Aufpreis verbunden, Holz ist die Premiumoption.
Kann eine Karte Zutritt, Bibliothek und Bezahlen kombinieren?
Ja. Eine Multifunktionskarte kann Studentenausweis, Türzutritt, Bibliothek und bargeldloses Bezahlen vereinen, sofern jedes Lesegerät und jedes Backend den gewählten Chip unterstützt.
Können wir für verschiedene Kartentypen unterschiedliche Materialien verwenden?
Ja. Viele Einrichtungen nutzen Recycling-PVC für den regulären Studentenausweis und ein anderes Material für Karten von Beschäftigten, Besuchern oder Alumni. Die Lesegeräte erkennen keinen Unterschied.
Nachhaltige Karten über das Hotelzimmer hinaus
PrintPlast fertigt umweltfreundliche Schlüsselkarten und Armbänder für Hotels und Resorts weltweit. Für RFID-Studentenausweise und Campuskartenprogramme ist CampusRFID der spezialisierte Partner.
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